Tipps & Tricks zum natürlichen Füttern

Hast du Fragen zu unseren Produkten und deren Anwendung?

Hier bekommst du ausführliche Antworten von uns auf die am häufigsten gestellten Kundenfragen.

Sollte noch eine Frage von dir unbeantwortet sein, schreibe uns einfach an info@aquacopa.de

Wie sollte ich das Copalife Zooplankton lagern und wie lange ist es haltbar?

Der Versand dauert in der Regel 1-2 Tage (1 Tag im Raum Norddeutschland; 2 Tage im Raum Süddeutschland/Österreich). Wir versenden in isolierten (und im Sommer gekühlten) Kartons. Da kommen alle Sorten Copalife Zooplankton gut und frisch bei dir an. Falls du die Tiere lagern möchtest, dann bitte unbedingt im Kühlschrank. 

Wenn du das Zooplankton über längere Zeit bei dir im Kühlschrank aufbewahren oder über mehrere Tage verteilt füttern möchtest, empfehlen wir dir den Copepoden-Mix oder die Rädertierchen. Beide Arten bieten wir in einem 500ml oder 1000ml Fischtransportbeutel. Hier hast du folgende Möglichkeiten der Lagerung:

  • gleich verfüttern,
  • in verschließbare Behälter umfüllen (z.B. Tupper) und im Kühlschrank lagern, oder
  • das Zooplankton in einem separaten Behälter kultivieren (für Details siehe „Kann ich das Zooplankton auch züchten?“).

Die großen 1000 ml Fischtransportbeutel gibt es bei uns z.B. für den marinen Copepoden-Mix und die marinen Rädertierchen.

Wie du jetzt schon weißt, hängt die Haltbarkeit von der Art des Zooplanktons ab. Im Folgenden erhältst du weitere Informationen zur Haltbarkeit für jede Art: 

  • Mariner Copepoden-Mix: Das ist das robusteste Zooplankton und hält sich auch noch viele Tage frisch und agil bei dir im Kühlschrank. Und natürlich variiert die Haltbarkeit von Charge zu Charge ein wenig (z.B. in Abhängigkeit von der genauen Anzahl und Größenverhältnisse der Tiere, Außentemperaturen, Schnelligkeit des Stoffwechsels). Wir hatten auch schon bei eigenen Tests Ergebnisse von vier Wochen Haltbarkeit im Kühlschrank. In der Regel beträgt die Haltbarkeit im Kühlschrank 8+ Tage. Wenn du die Packung am 1. Tag öffnest, dann reduziert sich die Haltbarkeit um etwa 2 Tage. Du kannst dann also damit rechnen, dass du über 6 Tage füttern kannst.
  • Marine Rädertierchen: Hier gelten dieselben Grundsätze wie bei den Copepoden. Allerdings sind Rädertierchen aufgrund ihrer zarteren Physiologie empfindlicher. Die Haltbarkeit im Kühlschrank beträgt 6+ Tage. Wenn du die Packung am 1. Tag öffnest, dann reduziert sich die Haltbarkeit um etwa 1-2 Tage. Gehe deshalb mal davon aus, dass du über 3 bis 4 Tage Rädertierchen füttern kannst.
  • Moina salina: Dies ist ein sehr empfindliches Zooplankton. Wir dir empfehlen daher, die Moinas innerhalb 1-2 Tagen zu verfüttern. Alternativ kannst du versuchen, die Wasserflöhe in einem separaten Behälter zu kultivieren (siehe Kann ich das Zooplankton auch züchten?“).
  • Gammarus oceanicus: Auch recht empfindlich und innerhalb 1-2 Tagen zu verfüttern.
  • Apocyclops panamensis: Auch dieser Copepode ist recht sensibel. Wir empfehlen dir diese Copepoden-Art innnerhalb von 2-3 Tagen aufzubrauchen, oder eben zu kultivieren (siehe Kann ich das Zooplankton auch züchten?“).

Kann ich Copalife Zooplankton direkt ins Becken geben?

Grundsätzlich empfehlen wir dir, das Zooplankton auszusieben. Am besten stellst du ein Zooplanktonsieb mit einer feinen Gaze (damit du die kleinsten Tiere mitbekommst) in eine kleine Plastikschüssel. Dann kippst du den Beutel vorher einmal, damit sich das Zooplankton gut im Beutel verteilt. Dann öffnest du den Beutel und gießt den Inhalt vorsichtig über das Sieb. So kannst du das Wasser abfangen und wieder vorsichtig in den Beutel (oder einen anderen Behälter) geben, falls du nicht alles auf einmal verfüttern möchtest. Dabei kannst du auch das Zooplankton sehr schonend ausgießen (z.B. in dem du das Sieb ganz leicht ins Gießwasser tauchst). An den Salzgehalt im Aquarium ist unser Zooplankton optimal angepasst, weil wir es mit 30-35 Promille Salzgehalt versenden.

Wir kennen aber auch viele Kunden von uns, die das Hälterungswasser mit ins Becken geben - entweder direkt aus der Packung oder mit einer Futterpipette. Wenn das Produkt frisch bei dir ankommt, dann ist noch Mikroalge darin von der die Korallen und das Zooplankton im Becken profitieren. Dies kannst du eigentlich auch ohne Bedenken machen, weil in unserem Zooplankton keinerlei künstliche Zusätze drin sind. Bei uns ist alles rein natürlich. Wenn es mal nicht so gut läuft und das Paket vielleicht mal 3+ Tage unterwegs ist (z.B. weil es aus Versehen bei einer Packstation landet), oder du das Produkt schon mehrere Tage im Kühlschrank gelagert hast, dann empfehlen wir dir gut zu überlegen, ob das Hälterungswasser wirklich mit ins Riff soll. Über die Ausscheidungen der Copepoden, die in der Verpackung die Mikroalgen verstoffwechseln kann es möglicherweise zu erhöhten Wasserwerten im Hälterungswasser kommen. Das ist bei größeren Becken unproblematisch (> 200 Liter). Bei kleineren Aquarien könnte es aber zum leichten Anstieg der Wasserwerte führen. Das ist auch der Grund warum wir generell und zur Sicherheit empfehlen, dass das Zooplankton aus dem Sieb gefüttert werden sollte. 

 

Wieviel Zooplankton sollte ich pro Tag füttern?

 

Die Antwort hängt natürlich zunächst von deinem persönlichen Besatz im Aquarium ab bzw. deiner Beckengröße. Hier mal eine Orientierung für dich für ein Becken, das mit Fischen und SPS und/oder LPS Korallen besetzt ist:

  • Wenn du davon ausgehst, dass deine Copepoden oder Rädertierchen immer mindestens vier Tage im Kühlschrank haltbar sind, und du das Zooplankton jeden Tag einmal fütterst, dann reicht unserer Erfahrung nach unser 500 ml Standbodenbeutel für ein Riff bis maximal 250 Liter. Wenn du zweimal am Tag Zooplankton füttern willst, dann für entsprechend weniger Beckenvolumen.
  • Bei dem 1000ml Produkt reicht das Zooplankton für eine einmalige Fütterung am Tag dementsprechend für ein 500 Liter Aquarium. Dazu empfehlen wir dir weiterhin etwas reduziert füttern, was du sonst auch fütterst.

Kann ich das Copalife Zooplankton auch züchten?

Jede unserer Zooplankton-Produkte eignet sich hervorragend als Starter-Kultur für eine Zucht, weil unsere Futterdichten sehr hoch sind. Wenn du dich in der Kultivierung von Zooplankton ausprobieren möchtest, dann haben wir hier ein paar Tipps für dich:

  • Wenn du Copepoden kultivieren willst, dann empfehlen wir dir wärmstens unser Starter-Set. Da ist alles dabei was du zur erfolgreichen Zucht brauchst - inklusive ein leicht verständlichen Anleitung! Hier kommst du zum Copepodenzucht-Komplettset.
  • Das Phytoplankton sollte bei den Copepoden nicht Nannochloropsis sein (das ist eine Mikroalge, die in der Meerwasseraquaristik sehr verbreitet ist, da sie relativ leicht zu kultivieren ist), weil das unserer Erfahrung nach nicht gut funktioniert. Tetraselmis suecica ist wesentlich besser für die Zucht von Copepoden geeignet. Bei den Rädertierchen geht wahrscheinlich auch Nannochloropsis. Aber das haben wir, ehrlich gesagt, noch nicht ausprobiert, weil wir grundsätzlich lieber mit hochwertigen Algen arbeiten.

Kann ich das Copagreen Phytoplankton auch züchten?

Unser Copagreen Phytoplankton ist als Futter-Mikroalge für die Züchtung von Zooplankton und für die Aquarienversorgung gedacht. Wir wissen jedoch, dass viele von euch unsere Mikroalgen auch als Starterkultur für eine  Phytoplanktonzucht nutzen. Ihr findet dafür in unserem Shop für jede unserer Arten von Phytoplankton auch den optimalen Phytodünger mit einer Dosierungsanleitung.  Informationen zur notwendigen Technik und Vorgehensweise bei der Kultivierung von Phytoplankton findet ihr z.B. auf der Webseite der Interessengemeinschaft für Marine Nachzuchten.

Weil einige von euch uns nach dem Reinheitsgrad unseres Phytoplanktons gefragt haben, weisen wir daraufhin, dass es sich bei unserem Phytoplankton nicht um axenische - das heißt sterile - Kulturen handelt. 100% sterile Kulturen (Reinkulturen) gibt es in der Regel nur bei ausgewählten Forschungseinrichtungen und Algensammlungen wie an der Universität Göttingen. Unser Copagreen stammt aus unserer eigenen Mikroalgenproduktion und wir achten natürlich sorgfältig auf Kontaminationen in unseren Kulturen, damit diese bei euch und bei uns optimal stabil laufen. Es kann, in Ausnahmefällen, vorkommen, dass sich in den Kulturen andere Algen und Bakterien ansiedeln, und dann auch im Copagreen zu finden sind. Dies ist auch völlig normal und passiert mit jeder Kultur über den Verlauf von Wochen und Monaten, sobald diese nicht mehr unter sterilen Laborbedingungen kultiviert wird.